Einkaufen:
Einkaufen, vor allem Lebensmitel, ist auf Malta gar nicht so einfach. Die Preise variieren von Laden zu Laden derart, dass man den Überblick schnell verliert.
Allgemein sind die normalen Lebensmittel eher teurer als in der Schweiz. Nur die lokalen Spezialitäten wie Fisch, Tomaten, Brot und Zitronen sind dann aber wieder klar günstiger verglichen mit der Schweiz. So essen wir eben nur Fisch und Brot:) Fact ist natürlich, dass alles Importierte entweder eingeflogen oder auf Malta geschifft werden muss. Dies rechtfertigt wohl die hohen Preise.
Die ersten drei Wochen haben wir alle Läden in unserer Reichweite abgeklappert und Preisvergleiche angestellt. In einem Supermarket haben wir dann für eine Gurke, eine Zuggetti und Salat umgerechnet CHF 12 ausgegeben. Zudem sind wir nach "Birkirara" gefahren um den anscheinend billigsten Shop kennen zu lernen. Aber auch da waren die Preise eher überdurchschnittlich.
Nun plötzlich beim Gang zum Meer nach Sliema haben wir den "Scott's Supermarket" entdeckt. Gute Preise und sehr angenehm. Fische kaufen wir gleich um die Ecke bei "Ritas Fish Shop". Ein Kilo "local fish", welcher sehr lecker schmeckt, kostet dann nur ca. CHF 8.
Das Kino ist dann aber wieder sehr günstig. Keine CHF 10 pro Person.
Aufenthaltsbewilligung:
Jethro hat vor der Abreise das Maltesiche Konsulat in der Schweiz, das EU Konsulat in Genf, das Schweizerische Konsulat in Valletta kontatiert. Niemand wusste wie es ab Juni bezüglich den Bilateralen aussehen wird. Für Malta galt bisher, dass man als SchweizerIn nach 3 Monaten beim Fremdenverkehrsamt antreten und vorsprechen musste. Dies mit aktuellen Bankauszügen um eine genügende Liquidität aufzuzeigen. Das ganze funktioniert aber nur, wenn man bei der Einreise einen Stempel mit Datum in den Pass bekommt. Nun, wir zeigten den Pass und wurden ohne Stempel sofort durchgelassen. Was heisst das nun?
Gemäss Bundesamt für Migration hält Malta immer noch an einer Aufenthaltsbewilligung für Schweizer fest. Ja, dann lassen wir uns Mal überraschen.
Mosta:
Anbei waren wir in Mosta, eine Stadt, die bekannt ist für ihren grossartigen Dom.
Der Ortsname Mosta ist wahrscheinlich vom arabischen Wort „musta“ abgeleitet, was soviel wie Mitte bedeutet und gibt damit wohl die Lage des Ortes auf der Insel wieder. Ohne Zweifel ist Mosta eine der ältesten Siedlungen auf Malta, denn archäologische Funde haben belegt, das hier schon zu prähistorischen Zeiten Menschen lebten. Im Mittelalter war Mosta Zufluchtsort für die Bevölkerung, wenn Piraten mit ihren Überfällen die Insel heimsuchten. Später entwickelte sich der Ort aufgrund seiner günstigen landschaftlichen Lage zum Zentrum der maltesischen Landwirtschaft. 1775 wurde in Mosta der Komponist Nicolas Isourd geboren. Während des 2. Weltkrieges war die Stadt Ziel deutscher Bombenangriffe. In den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wuchs Mosta zu einer der größten Städte Maltas heran, an der Peripherie entstanden mehrere neue Wohnsiedlungen.
Die Maria-Himmelfahrts-Kirche, gemeinhin als Rotunda von Mosta bekannt, wird von den Maltesern als drittgrößte Kuppelkirche der Welt bezeichnet. Tatsächlich weist die Kuppel einen Innendurchmesser von 52 Metern aus (außen 54 Meter) und erreicht eine Höhe von zirka 60 Metern. Der Bauplan wurde von dem Malteser Baumeister Grognet de Vassè entworfen und ist vom Pantheon in Rom beeinflusst. Erbaut wurde die Rotunda in den Jahren von 1833 bis 1871 von lediglich 6 Baumeistern sowie mit der Hilfe der Bevölkerung, die auch für ihre Finanzierung aufkam. Um Geld zu sparen, wurde die Kuppel ohne Gerüst errichtet. Der Innenraum ist heute ganz in Blau, Gold und Weiß gehalten und hat Platz für 12.000 Besucher. Zum Inventar der Kirche gehört auch die Kopie einer deutschen Fliegerbombe, die am 9. April 1942 während eines Gottesdienstes zwar die Kuppel der Kirche durchschlug, aber nicht detonierte. Zu dieser Zeit befanden sich etwa 3000 Menschen in der Kirche. Dass die Bombe nicht detonierte, wird gern als Wunder angesehen. Das Original der Bombe wird im Kriegsmuseum von Valletta aufbewahrt.
Hier nun ein Video der Kirche: